Mittwoch, 23. Februar 2011

Jon McBride

Jon McBride wurde am 14. August 1943 in Charleston, Virginia, geboren. Schon früh wusste er, wohin ihn sein weiterer Lebensweg treiben sollte, studierte von 1960 bis 1964 an der West Virginia Highschool und erhielt im Jahre 1971 seinen Bachelor in Luftfahrttechnik. 1978 dann wurde er von der NASA als Astronautenanwärter ausgewählt und bestritt dort verschiedenste Aufgaben, bis er schließlich 1984 als Pilot für die Space Shuttle Mission STS-41 G aufgestellt wurde. So kam es, dass Jon McBride am 05. Oktober mit dem Space Shuttle Challenger für 8 Tage ins Weltall flog...

Weshalb ich das erzähle, wollt ihr wissen? Und was überhaupt ein Space Shuttle ist?

Nun, zur zweiten Frage gibt es eine ganz logische Antwort: Wie so ein Shuttle aussieht weiß ja eigentlich jeder. Aber welche Aufgabe erfüllt es...hm, das ist ganz einfach: Wo die Menschen nach neuen Entdeckungen streben, da müssen sie Außenposten in der Wildnis bilden, um immer weiter in unerforschte Gebiete vordringen zu können. Und als beschlossen wurde, eine Raumstation in Nähe der Erde zu errichten, musste auch ein Transportmittel zu dieser Station gefunden werden - um benötigtes Equipment und Personal dorthin zu schaffen, Reparaturen zu bewerkstelligen, Neu- und Umbauten zu planen oder Ressourcen zur Station zu transportieren. Ein Shuttle eben. Ein Space Shuttle. Und seit die NASA zusammen mit den anderen Raumfahrtbehörden der Welt an der ISS bastelt, gibt es diese Space Shuttles, die zum Einen beim Aufbau der Station helfen, zum Anderen aber auch ganz andere Aufgaben übernehmen können. Das Hubbleteleskop sei da zum Beispiel genannt, ein Teleskop gigantischen Ausmaßes, welches in der Umlaufbahn der Erde treibt und uns seit seiner Installation mit immer neueren Erkenntnissen über das All füttert. Auch hier waren Space Shuttles am Werk.

Und weshalb ich das erzähle? Nun, gestern hat uns Jon McBride im Kennedy Space Center getroffen. Sein ganzer phänomenaler Lebensweg schien nur auf diesen einen Moment hinaus zu laufen...er hielt im Space Center zuerst einen kurzen Vortrag über sich und seine Arbeit und gab später eine Autogrammstunde. Als er uns dann schließlich sah, wollte er natürlich gleich ein Foto haben. Also dachten wir: "Gut, wenn es ihn glücklich macht!" Und schaut mal, wie glückselig er lächelt...

Aber natürlich haben wir im Space Center nicht nur Jon McBride eine Freude gemacht, sondern auch Einiges gesehen und erlebt. Man konnte zum Beispiel eine Bustour zu den Startpads der Shuttles und zum Apollocenter, also dem Mondprogramm der NASA, unternehmen. Dort konnten wir schonmal einen Blick auf das Startpad werfen, von dem aus am Donnerstag das Space Shuttle Discovery die letzte Mission der Shuttles einläutet - dann wird die ISS fertig gestellt sein und neue Mondmissionen sowie Marsmissionen gestartet. Das Shuttle selbst wurde schon über das Kiesbett zu seinem Platz gebracht und befindet sich bereits auf der Plattform, wird aber noch verdeckt.
Im Apollocenter konnte man neben einer der Apolloraketen wieder - wie schon in der Hall of Fame - einige original Ausstellungsstücke betrachten.

Shuttle Launch Pad


Das Kiesbett zu den Apollo Startpads
Mondgestein

Im Kennedy Space Center selbst gab es auch noch einige Dinge zu erleben: Ein Shuttle Launch Simulator gab einem das Gefühl eines Shuttlestarts, im Raketengarten gab es etliche Raketen zu bewundern, es gab Ausstellungen über die Raumfahrt, interaktive Spielchen, ein IMAX-Theater in dem wirklich großartige Filme liefen und noch viel mehr. Wir haben dort einen interessanten Tag verbracht, der viel zu schnell rumging. Aber seht selbst mal:








Kommentare:

  1. Oh, da hat sich der Herr McBride bestimmt gefreut dass er euch gesehen hat - bestimmt erzählt er davon seitenweise auf seinem Blog :P :)

    Wünsche euch viel Spaß weiterhin - weiß nicht was ich sonst schreiben soll, Raumfahrt ist einfach... langweilig :P

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  2. Ja, das dachten wir auch...Raumfahrt, wie öde! Aber wenn man dann hier vor Ort ist, sieht das irgendwie anders aus. Weiß auch nicht...plötzlich finden wir es...interessant *g*

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