Mittwoch, 12. Januar 2011

Auf dem Weg in den Süden

Nach Charleston sind wir heute gleich wieder auf die Interstate 95, um endlich bis nach Florida zu fahren (haben wir übrigens geschafft). Zunächst sah alles wie immer aus: Dicke LKW`s, wenig Verkehr (wir haben bis jetzt noch keinen Stau und keine Drängelei hier erlebt!) und links und rechts die altbewährten Kiefernwälder.
Doch mit der Zeit änderte sich das Szenario. Je weiter es Richtung Georgia ging, umso sumpfiger wurde es am Wegesrand. Kleine Palmen wuchsen nun ab und zu zwischen den Kiefern, und Schilf säumte kleine und auch große Flußläufe, über die die Interstate 95 führt. Manchmal befanden sich an den Flußufern Holzhäuser mit einem Steg, der in das Wasser führt. Wie man sich das eben so vorstellt. Ein wirklich toller Anblick!
Aber der tollste und unerwarteste Anblick sollte noch kommen. Wir fahren also so gemächlich per Autopilot über den meist schnurgeraden Highway und blicken schweigend in diese faszinierende Landschaft, als ich plötzlich am Rande der Strasse einen seltsam runden Stein bemerke - und als ich ihn mir genauer ansehe, bewegt er sich auch noch! Dann erst sehe ich, was es ist...und glaube es erst nicht. Verdutzt rufe ich: "Da war ein Gürteltier!" Caro schaut genauso verdutzt. "Was, ein Gürteltier?". Ja, so sah es zumindest aus. Aber die leben doch gar nicht hier, oder? Ich dachte immer, die rennen irgendwo in Afrika rum!
Wir drehen unseren Rambo in einem ruhigen Moment auf dem Highway um und fahren zurück, parken auf der anderen Straßenseite in einem Feld- bzw. Sumpf- oder "was auch immer"- weg. Und tatsächlich: Auf der anderen Seite direkt am Highway sitzt ein Gürteltier und wühlt in der Erde rum!
Laaangsam näherten wir uns dem Tierchen...schließlich wollten wir es nicht verschrecken. Und nebenbei auch nicht aufschrecken und auf den Highway jagen! Aber obwohl wir immer näher kamen, liess sich der Kleine nicht stören und wühlte immer weiter. Schließlich waren wir sogar so nah dran, dass man das Gürteltier berühren konnte. Es hatte offensichtlich absolut keine Scheu vor Menschen! Und so sind wir eine zeitlang bei diesem seltsamen aber putzigen Geschöpf geblieben, bis es in den Wald verschwunden ist...
























Auf dem weiteren Weg nach und durch Georgia sahen wir immer wieder Gürteltiere am Strassenrand, die - wie wir gerade durch googeln erfahren haben - hier tatsächlich wild und frei leben. Übrigens auch sonst nicht in Afrika, sondern in Südamerika. Und in neuerer Zeit immer öfter im Süden der USA. Wieder was gelernt!
Achja - Geier, die flogen hier auch immer wieder rum, in dieser Sumpflandschaft.














Kommentare:

  1. Ohhhh ein Gürteltier!
    Bringt ihr mir eins mit? :)
    Wünsche euch viel Spaß im warmen Florida, wäre jetzt gerne bei euch!

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  2. hi Caro und Patrick.
    Euer Blog ist ja wunderschön geworden.
    Ich hab es mir heut das erste mal angeschaut und muss sagen RESPECT!
    Ich denke da ihr es ja nun angenehm warm habt in Florida wird es euch auch wieder besser gehen ( also Caros schnupfen)

    Machts weiterhin gut ;-)

    Micha

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  3. @Psycho: Hm...Caro will auch schon eins. Die scheinen wirklich beliebt zu sein, die kleinen Racker!

    @Micha: Dankeschön! :-) Es wird hier wirklich langsam etwas wärmer, aber noch nicht warm genug - müssen noch weiter in den Süden! :-)
    Machs auch gut! :-))

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  4. Hey ihr zwei Glückspilze! Oooooooooooh wie süß!!! Auch ham wollen diese kleine Sahneschnitte! :-) Also bitte 1 x reservieren für uns! Grüße Mike und Alex

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